Sie sind hier: Startseite  › Unsere Schule  › Arbeitsgemeinschaften

Zurück   zur Startseite der AG Würm

Was uns am Herzen liegt

 Es geht darum, den Kindern die Würm mit ihrer Geschichte, also mit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nahe zu bringen.

In der AG wird dazu nicht nur Wissen erworben; der Fokus liegt sogar mehr auf Naturerkundungen und Naturerfahrungen.

An erster Stelle unter den Wünschen der Kinder für die Würm steht dass sie wieder sauber werden soll. Zunächst verstehen die Kinder unter Verschmutzung des Gewässers den sichtbaren Müll, der den Fluss runtergeschwommen kommt. Wenn sie erfahren, dass es sich bei "Verschmutzung" vor allem um Abwässer (aus Privathaushalten um den Starnberger See herum) handelt, die die Kläranlage Starnberg in "Hochzeiten" nicht "schafft", ist "Iii" einstimmiger Kommentar. Dann wird auch klar, dass wir den Schmutz nicht rausfischen können, sondern die Hilfe der Erwachsenen brauchen, in dem Fall für die Aufrüstung der Kläranlage mit UV-Bestrahlung. Sie wurde mittlerweile (im Frühjahr 2006) in Betrieb genommen.

Ursprünglich mäanderte die Würm durch eine Auenlandschaft. Ende des 19. Jahrhunderts wurde sie begradigt, wodurch sie, Wirmina, die Raschfließende, reißender wurde, so dass sie für Kinder gefährlich war und Kinder von ihr ferngehalten wurden. Seit ein paar Jahren ist die Stadt bemüht, auch - neben der Isar - die Würm und die Würmaue an den wenigen Stellen, an denen das möglich ist zu "renaturieren", d.h. z.B. einen Seitenarm aus- und wieder einzuleiten. Als möglichen Standort für so eine Maßnahme empfahl das Wasserwirtschaftsamt schon vor Jahren die Wiese an der Mergenthalerstraße.

Naturschutzgebiet nördlich der Weidenhütten, nachdem das Gebiet im Herbst 2003 von den Kindern vom Müll befreit wurde. Hier sieht man die Uferverbauung gut. Dieses Gebiet wurde nun durch eine "Benjeshecke" abgetrennt; es wird als striktes Naturschutzgebiet ausgewiesen, das nicht betreten werden darf. © B. Vohler

Diese Wiese hat auch die AG als den besten Platz für den Bau von lebendigen Weidenbauten ausfindig gemacht, und auf unsere Bitten hin erhielten wir die Genehmigung, sie dort zu errichten – als Stützpunkt für Naturerfahrungen.

Bereits mit der Anfrage beim Baureferat, Hauptabteilung Gartenbau machten die Kinder erste und sehr positive Erfahrungen in Sachen Bürgerbeteiligung. Und ab hier gingen zwei Hauptanliegen der AG Hand in Hand: Aktiv Naturerfahrungen machen und sich für positive Veränderungen für die Würm und für unsere nächste Umgebung einsetzen durch Zusammenarbeit mit den zuständigen Ämtern.

Die Kinder haben Ideen für eine naturnahe und kinderfreundliche Gestaltungder Wiese entwickelt, in einem Modell gestaltet und mit Fachleuten vomGartenbau, vom Wasserwirtschaftsamt und von der Unteren Naturschutzbehörde besprochen. Sie dürfen nun einige der von ihnen vorgeschlagenen Elementerealisieren, wenn die Renaturierung nach dem Planfeststellungsverfahren in Angriff genommen wird.

Sauberes Wasser für Menschen und Tiere auf dem Modell, in dem die AG ihre Wünsche für die Würm darstellt. Das Modell hängt im Schulhaus. © B. Vohler

jump to top

Das wurde im Sommer 2004 au der grünen Wiese mit Herrn Hermann vom Gartenbau und Herrn Weber von der Unteren Naturschutzbehörde verhandelt. Rektorin Huber war auch dabei.

jump to top

Die Kinder der AG trugen ihre Wünsche und Ideen in Sachen Beteiligung an der Renaturierung der Würm mehrmals in der Kindersprechstunde des Bezirksausschusses und auf dem Kinder- und Jugendforum der Stadt im Rathaus vor.

Die Kinderbeauftragten des BA, Frau DeCammerer (SPD) und Frau Eickhoff-Pritzel (CSU) sagen ...
... den Kindern ihre Unterstützung zu.
Ronja erläutert mit einer Zeichnung, warum die Würm bei Renaturierung noch eine zweite Kurve machen sollte: damit ein flaches "Gleitufer entsteht, an dem Kinder gefahrlos plantschen können.

jump to top

Dasselbe Anliegen wurde im Herbst auf dem Kinder- und Jugendforum der Stadt vorgetragen. Stadtrat Benker (Die Grünen) versprach, sich für die Sache einzusetzen.

 

jump to top

Dass die Kinder so lernen Verantwortung für die Natur und die Gemeinschaft zu übernehmen, dass sie lernen die Schönheit der Natur zu sehen und alles Leben zu achten, indem sie die Natur als Partner begreifen und dass Freude und Erfolg möglichst ständige Begleiter dieses "Pionierprojekts" sind, das ist zusammengefasst das Anliegen der AG.

jump to top

Zurück   zur Startseite der AG Würm